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Einander ACHTEN und aneinander WACHSEN

Maria Thorwartl / 22. Oktober 2020

vom achtsamen Umgang mit uns, unseren Produkten, unseren Partnern

Wir haben beim Regionalfux drei Werte definiert, nach denen wir leben, handeln, unternehmen wollen: Vielfalt, Achtsamkeit und Familie. Zu jedem dieser Werte gibt es einen Blogbeitrag. In diesem hier geht es um

ACHTSAMKEIT

Und das wollen wir sein: Achtsam vor dem Leben, vor den Produkten, vor unseren Partnern. Wir verstehen darunter Dankbarkeit und Respekt gegenüber der Natur, unseren Partnern, aber auch innerhalb des Regionalfux-Teams.

Regionalfux_Wert Achtsamkeit

Mehr für weniger?

Wir in Österreich haben Glück und leben auf einer Insel der Seeligen. Uns fehlt es an nichts. Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wo unser Essen herkommt oder ob wir etwas zum Anziehen haben. Oder verpflichtet uns nicht gerade dieses Glück dazu, doch darüber nachzudenken – dem Beachtung zu schenken, was so selbstverständlich scheint? Nicht nur, wo es herkommt, sondern auch von wem und unter welchen Bedingungen?

Während man in den 50er-Jahren noch fast 45 Prozent der Haushaltsausgaben in die Anschaffung von Lebensmitteln investieren musste, machten diese in den 70er-Jahren nur noch rund ein Drittel der Ausgaben aus. Die fortschreitende Automatisierung hielt auch auf dem Lebensmittelsektor immer weiter Einzug. Produkte konnten immer effizienter, schneller und kostengünstiger produziert werden. Das, sowie eine wettbewerbs- und politisch bedingte Überproduktion, welche heute in vielen Bereichen der Landwirtschaft stattfindet, führten zu einem Verfall der Preise. Heute investieren wir nur mehr rund 12 Prozent unserer Haushaltsausgaben in die Anschaffung von Lebensmitteln, wie aus der Konsumerhebung der Statistik Austria hervorgeht. Wer mehr darüber erfahren möchte, wofür wir unser Geld ausgeben – hier der Link: https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/verbrauchsausgaben/konsumerhebung_2014_2015/index.html

Klar, dass man sich da mehr Gedanken macht, wenn der volle Kühlschrank einen Gutteil des eigenen Einkommens verschlingt …

Achtsam mit uns – Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper

Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Die lateinische Redewendung fasst die heutige Denkweise sehr gut zusammen: Wir müssen immer besser funktionieren, wollen immer höher, weiter hinaus. Dazu müssen wir uns körperlich und geistig auf dem höchsten Niveau befinden. Wir wollen und müssen unserem Körper Gutes tun – ihm die Mittel zur Verfügung stellen, die ihn antreiben – und davon natürlich nur das Beste.

Der menschliche Organismus ist so ausgelegt, dass sich körperliche Defizite erst sehr spät auf die geistige Leistung auswirken. Wohl aber zeigt eine Fehlfunktion des Körpers sehr schnell Auswirkungen auf unsere Psyche. So manifestiert sich zum Beispiel eine falsche Ernährung bald in Stimmungsschwankungen, schlechter Laune oder gar Depressionen.

Der Weg zur Achtsamkeit beginnt in uns selbst. Damit wir respektvoll, achtsam mit unserer Umwelt umgehen können, müssen wir uns auch selbst respektieren und auf uns selbst achten – das heißt das beste für uns selbst wollen. Da verwundert es nicht, dass wir unserem Körper hochWERTige Lebensmittel zur Verfügung stellen wollen. Und da ist er schon, der springende Punkt, des Pudels Kern, wie man so schön sagt – der hohe WERT, den wir diesen Betriebsmitteln des Körpers zumessen sollten.

Achtsam mit den Produkten – Das Essen auf unseren Tellern hat eine Geschichte

Da ist es doch selbstverständlich, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf den Wert dieser Produkte richten. Das, was darin und dahinter steckt. Jeder Tag des Wachsens, jeder Tropfen Schweiß des Bauern, des Produzenten bei der Be- und Verarbeitung. Jeder Kilometer auf den Straßen, jedes eingesetzte Betriebsmittel. Es braucht etliche Ressourcen bis das fertige Produkt schlussendlich bei uns ankommen kann.

Für jedes produzierte Kilogramm Nahrung braucht es Energie und Fläche. Das bringt wiederum Treibhausgase mit sich, welche unsere Umwelt, das Klima und die Natur, belasten – in vielen Fällen umsonst. Denn weltweit werden jährlich Millionen Kilogramm Nahrung einfach achtLOS in den Müll geworfen.

Und apropos Müll: Am 2. Mai 2020 war Tag der Lebensmittelverschwendung. Laut WWF landen rechnerisch alle von Jahresbeginn bis 2. Mai produzierten Lebensmittel im Müll. Das heißt vom Feld bis zum Teller gehen 1/3 aller produzierten Lebensmittel verloren. Allein in Österreich wird jährlich so viel noch genießbares Essen weggeschmissen, wie die gesamte Kärntner Bevölkerung isst. Pro Haushalt sind das rund 133 Kilogramm Lebensmittelabfälle. Schockierend, wie achtlos wir mit unseren Ressourcen umgehen, oder?!

Achtsam mit unseren Partnern – Da arbeitet jemand für uns

Es sollte uns auch bewusst sein, dass diese Produkte von jemandem für uns erzeugt werden. Hinter wohlklingenden Markennamen stecken Geschichten vom achtsamen und wertschätzenden Umgang mit Mensch, Tier und Natur. Es geht um Traditionen, die über Generationen weitergegeben wurden und um ehrliches Handwerk. Unter strengsten Auflagen entstehen hervorragende Erzeugnisse – und das direkt vor unserer Haustür. Regionale Anbieter sichern die Vielfalt österreichischer Qualitätsprodukte und tragen dabei zum Erhalt alten Kulturguts bei.

Diesen regionalen ProduzentInnen wollen wir auf Regionalfux eine Plattform geben. Unser Umgang mit ihnen soll respektvoll sein. Wir wollen ihre Leistungen anerkennen und achten. Wir möchten, dass faire Bedingungen für Mensch, Tier und Natur herrschen, und dass Engagement und Leidenschaft auch belohnt werden.

Das und die Philosophie, die hinter dem achtsamen Wirtschaften steckt, machen den besonderen Wert  einer bewussten Auswahl deutlich. Tut es nicht gut, zu wissen wo unser Fleisch herkommt? Wer unseren neuen Lieblingspullover gestrickt hat? Dass die Wertschöpfung beim Kauf in der Region bleibt? Das Bewusstsein, dass alles, was wir brauchen, in unserer direkten Nachbarschaft zu finden ist? Und dass es gar nicht viel braucht, um zu einer nachhaltigeren Umwelt beizutragen?

Und genau darüber sollten wir uns wieder mehr Gedanken machen. Was wir konsumieren, von wem das Konsumierte kommt, was dahintersteckt und wie viel uns das alles wert sein sollte. Ob wir es uns wert sind! So erlangt das, was für uns nur einen bloßen Konsumartikel darstellte, plötzlich wieder viel mehr Wert – jenen Mehrwert, der es uns so wertVOLL macht, dass wir wieder achtsam damit umgehen.

Und so schließt sich der Kreis – der Kreis des Lebens, der Kreis der Achtsamkeit, der Kreis des achtsamen Umgangs mit uns, unseren Produkten, unseren Partnern. Und das ist es, was wir im Fuxbau leben wollen.

Willst auch du achtsamer mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen? Dann schau nach unter https://www.regionalfux.at/partner/

Fotocredit: AdobeStock @juliasudnitskaya