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Pollenallergie

Maria Thorwartl / 28. April 2022

Gesundheit! Ist einer deiner Bekannten oder auch du selbst von den jetzt herumfliegenden Pollen betroffen? In Europa leiden rund 60 Millionen Menschen an Heuschnupfen. In Österreich sind es zwei Millionen Menschen die an einer Pollenallergie betroffen sind.

Was ist eine Pollenallergie bzw. ein Heuschnupfen?

Bei einer Pollenallergie reagiert der menschliche Körper auf ungefährliche Stoffe wie Gräser oder Blütenpollen als wären es schädliche Eindringlinge. Das Immunsystem reagiert daher wie bei einer Erkrankung und fährt seine Schutzarmee auf, die wiederum Symptome wie

  • Schnupfen,
  • gerötete Augen,
  • Juckreiz
  • Tagesmüdigkeit
  • Erschwerte Atmung
  • oder Husten verursacht.

Vielfach reagieren Pollenallergiker auf mehrere Pflanzenstoffe. Pflanzen verbreiten ihre Pollen entweder durch Insekten oder über den Wind. Da die Blütenperioden in Österreich von Februar bis September dauern, kämpfen manche Betroffene somit bis zu acht Monate im Jahr mit mehr oder minder schweren Allergiesymptomen.

Die oben genannten häufigsten Symptome sind an sich lästig und auch einschränkend. Aber es geht um mehr als nur lästige Symptome. Denn es kann zu einem sogenannten ,Etagenwechsel‘ kommen. Das heißt, dass die Allergiesymptome im Laufe der Jahre nach unten wandern. Sprich: Wo vormals nur Schnupfen war, kann das Symptom in die Lunge wandern, wodurch man statt einer laufenden Nase mit Asthma bronchial reagieren kann.

Regionalfux Pollen

Wann blüht was genau?

    FrühlingDie erste Blütenperiode findet von Februar bis April statt. In dieser Zeit blühen vor allem die Bäume. Besonders Hasel und Erle können bei bestimmten Wetterverhältnissen bereits im Februar blühen. Von etwa Mitte März bis in den April blüht die Birke, die teils besonders starke Pollenbelastungen verursacht.
    FrühsommerUnangenehme Zeiten bietet der Frühsommer für alle, die gegen Gräser und Getreide allergisch sind. Die Blütezeit geht von etwa Mai bis in den Juli hinein. Da Gräser und Getreide in ihrer botanischen Ausprägung miteinander verwandt sind, reagieren einige Menschen auf beides allergisch. Die zweite Blühperiode des Jahres ist für besonders viele Allergiker sehr intensiv.
        SpätsommerVon Juli bis September ist im Spätsommer vor allem die Blühperiode der Kräuter, zu denen auch Unkrautpflanzen gehören. Weit verbreitet ist in Österreich in der dritten Blühperiode die Allergie gegen Beifuß und vor allem die Allergie gegen Ragweed. Ragweed verbreitet sich äußerst schnell und es besteht der Verdacht, dass die Reizschwelle bei Ragweed-Pollen im Verhältnis zu anderen Pollenallergenen deutlich geringer ist. Es gibt daher in Österreich mittlerweile Maßnahmen, mit denen versuchet wird, die Wucherung dieser Pflanze einzudämmen.

Was kann ich tun, um mich vor Pollen zu schützen?

Honig als natürliches Antihistaminikum

Honig wirkt gut gegen Heuschnupfen. Bei täglichem Verzehr gewöhnt sich der Körper schrittweise an die Pollen aus der Umgebung und wirkt so natürlich lindernd.

Balsam für die Nase

Durch ständiges Schnäuzen wird die Nase rötlich, offen und schmerzempfindlich. Mit einem natürlichen Nasenbalsam, kann man die gereizte Haut gut pflegen. Nasenbalsam nicht mit dem Finger aus der Dose nehmen, sondern mit einem Wattestäbchen oder einem Holzspatel.

Wenn du deinen Nasenbalsam selber machen möchtest, dann nimm dafür 5g Wollwachs und 50g Mandelöl. Beides im Wasserbad erwärmen und gut verrühren. Anschließend in ein sterilisiertes Glas füllen.

Tees gegen Heuschnupfen

Pfefferminztee wirkt abschwellend und schleimlösend, grüner Tee lindert dank seiner antioxidantischen Eigenschaften allergische Symptome. Jedoch sollte auf das sonst beliebte Hausmittel Kamillentee verzichten! Regionalen Tee findest du hier.

Duschen und Haarewaschen gegen Pollenallergie

Pollen dringen auch über die Haut in den Körper ein. Den meisten ist dies gar nicht bewusst. Bislang ging man davon aus, dass Pollen vor allem durch die Mund und Nasenschleimhäute in den Körper gelangen. Inzwischen weiß man auch, dass es auch über die Haut in den Organismus gelangt. Wichtig ist also, die Pollen so gut wie möglich dem Körper fernzuhalten und bevor man es sich in seinem Bett bequem macht, sollte man sich gründlich abduschen.

Die Hausmittel lassen die Pollenallergie zwar nicht ganz verschwinden, jedoch erleichtern sie den Tag eines Allergikern.